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Farbcodierung im Lager: ein System, das auch nach Monaten funktioniert

Aktualisiert am · 2 Min. Lesezeit · Labex Label

Vier Farben, eine Regel an der Wand und eine Rolle in Griffweite – oft reicht das. Man muss nur die typischen Fehler vermeiden.

Farbcodierung im Lager: ein System, das auch nach Monaten funktioniert

In vielen Lagern und Werkstätten ist das beste Kennzeichnungssystem weder eine Software noch ein Scanner, sondern ein farbiger Klebepunkt an der richtigen Stelle. Man sieht ihn aus der Entfernung, er braucht keine Schulung und kostet fast nichts. Das Problem: Viele dieser Systeme schlafen nach ein paar Monaten ein. So verhindern Sie das.

Drei Einsätze, die wirklich funktionieren

Lagerumschlag. Eine Farbe pro Woche oder Monat des Wareneingangs. Kommissioniert wird immer zuerst die älteste Farbe. Einfacher lässt sich FIFO ohne Scanner nicht umsetzen.

Qualitätskontrolle. Grün: geprüft und in Ordnung. Rot: gesperrt. Gelb: wartet auf Prüfung. Eine Palette mit rotem Punkt verlässt das Lager nicht – ohne Diskussion.

Inventur. Jedes Zählteam bekommt eine Farbe. Am Ende ist alles ohne Punkt nicht gezählt. Vergessene Plätze sieht man nach einem Gang durch die Regale.

Die typischen Fehler

  • Zu viele Farben. Mehr als vier oder fünf merkt sich niemand. Lieber wenige Farben und dafür konsequent.
  • Keine Legende. Die Regel gehört gut sichtbar an jeden Arbeitsplatz – nicht nur in den Kopf des Schichtleiters.
  • Ähnliche Farben. Orange und Rot unter gelbem Licht, Blau und Grün in einer dunklen Ecke: Wählen Sie klar unterscheidbare Farben.
  • Punkte, die abfallen. Auf häufig abgewischten Kunststoffkisten oder auf kaltem, feuchtem Karton kann ein Standardkleber nachlassen. Testen Sie auf Ihren echten Behältern.

Rolle oder Bogen?

Im Lager gewinnt fast immer die Rolle: Sie hängt am Gürtel oder liegt am Arbeitsplatz, ein Punkt lässt sich mit einer Hand abziehen, und es liegen keine angebrochenen Bogen herum. Bogen sind eher etwas fürs Büro.

Welche Größe?

Auf Dokumenten oder kleinen Schachteln reichen 8 bis 10 mm. Auf Kisten, Kartons oder Paletten, die man vom Gang aus erkennen soll, eher 20 bis 25 mm.

Bedruckte Klebepunkte

Reicht die Farbe allein nicht mehr, kann eine Zahl, eine Kalenderwoche oder ein Wort („OK“, „GESPERRT“) direkt auf den Punkt gedruckt werden. Aus der Entfernung zählt die Farbe, aus der Nähe die genaue Information.

Unsere farbigen Klebepunkte kommen auf Rolle, in allen gängigen Farben, auf Wunsch mit ablösbarem Kleber für vorübergehende Markierungen. Bedruckte Ausführungen in großer Auflage gibt es über Etiketten drucken lassen.

Häufige Fragen

Wie viele Farben sollte ein Farbsystem haben?

Höchstens vier oder fünf. Bei mehr Farben passieren Verwechslungen, und das System wird nicht mehr genutzt.

Halten Klebepunkte auf Kunststoffkisten?

Auf sauberem, trockenem Kunststoff ja. Bei oft gereinigten, kalten oder feuchten Oberflächen vorher auf den eigenen Kisten testen.

Lassen sich Klebepunkte rückstandsfrei entfernen?

Mit ablösbarem Kleber ja – praktisch, wenn sich die Markierung oft ändert, etwa beim wöchentlichen Lagerumschlag.

Praktische Tipps rund um Etiketten: Thermoetiketten, Etiketten drucken, eigene Etiketten gestalten und Produktkennzeichnung.

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