Thermodirekt oder Thermotransfer: Was ist der Unterschied – und was ist besser?
Zwei Druckverfahren, zwei Einsatzbereiche. Wir vergleichen Thermodirekt und Thermotransfer bei Kosten, Haltbarkeit und Druckertyp.
Wer Etiketten für einen Zebra-, TSC- oder Godex-Drucker kauft, stolpert früher oder später über zwei Begriffe: Thermodirekt und Thermotransfer. Gemeint ist nicht dasselbe – und wer das falsche Material kauft, bekommt im schlimmsten Fall gar keinen Druck.
Thermodirekt: ohne Farbband
Das Etikettenpapier hat eine wärmeempfindliche Beschichtung. Der Druckkopf erhitzt einzelne Punkte, die sich schwarz färben. Mehr passiert nicht: kein Farbband, keine Tinte, kein Toner.
Vorteile: einfach, schnell, außer der Rolle kein Verbrauchsmaterial, günstigere Drucker. Grenzen: Das Etikett reagiert auf Wärme, UV-Licht und Abrieb. Für jahrelangen Einsatz in der Sonne ist es nicht gedacht.
Typische Anwendungen: Versandetiketten, Lager- und Kommissionieretiketten, Barcodes, Preisetiketten.
Thermotransfer: Farbband überträgt die Farbe
Hier erhitzt der Druckkopf ein Farbband (Wachs, Wachs-Harz oder Harz), das auf das Etikett schmilzt. Das Material muss selbst nicht wärmeempfindlich sein – gedruckt wird auf Papier, Polypropylen oder Polyester.
Vorteile: sehr haltbarer Druck, beständig gegen Wärme, Feuchtigkeit und je nach Farbband auch Chemikalien. Grenzen: Farbbänder müssen gekauft und gewechselt werden, die Drucker sind etwas teurer.
Der Vergleich auf einen Blick
| Thermodirekt | Thermotransfer | |
|---|---|---|
| Farbband | Nein | Ja |
| Kosten pro Etikett | Niedriger | Höher |
| Haltbarkeit des Drucks | Einige Monate bis über ein Jahr, je nach Lagerung | Mehrere Jahre |
| Material | Thermopapier | Papier, PP, PET … |
| Typischer Einsatz | Versand, Lager, Barcodes, Preise | Industrie, Außenbereich, Chemie, Langzeit-Kennzeichnung |
Welchen Drucker habe ich?
Klappe öffnen: Gibt es eine Aufnahme für ein Farbband (zwei zusätzliche Wellen neben der Etikettenrolle), ist es ein Thermotransferdrucker. Die meisten dieser Geräte drucken auch thermodirekt – Farbband herausnehmen und im Treiber „Thermodirekt“ wählen. Umgekehrt geht es nicht: Ein reiner Thermodirektdrucker kann kein Farbband verwenden.
Schnelltest bei unbekannten Etiketten: mit dem Fingernagel kräftig über die Oberfläche kratzen. Entsteht ein schwarzer Strich, ist es Thermodirekt-Material.
Und was bedeutet „Thermo-Top“?
Unsere Thermoetiketten bestehen aus Thermo-Top-Papier: Über der wärmeempfindlichen Schicht liegt eine Schutzschicht. Dadurch sind sie deutlich kratzfester und unempfindlicher gegen Feuchtigkeit und Abrieb als einfaches Thermopapier, wie man es von Kassenbons kennt. Für die allermeisten Versand- und Lageranwendungen ist das die beste Wahl.
Sie brauchen Etiketten, die viele Jahre halten, oder ein Kunststoffmaterial? Sprechen Sie uns über die Seite Großhandel an.
Häufige Frage dazu: Kann ein Thermodrucker farbig oder auf normales Papier drucken?
Häufige Fragen
Kann ich Thermodirekt-Etiketten in einem Thermotransferdrucker verwenden?
In den meisten Fällen ja. Farbband entfernen und im Druckertreiber den Modus Thermodirekt wählen.
Verblassen Thermodirekt-Etiketten?
Mit der Zeit ja, vor allem bei Wärme, Sonnenlicht oder Kontakt mit Weichmachern. Thermo-Top-Etiketten bleiben bei normaler Lagerung deutlich länger lesbar als einfaches Thermopapier.
Was ist besser für Versandetiketten?
Thermodirekt. Ein Versandetikett muss nur wenige Wochen halten, und Sie sparen sich die Kosten für Farbbänder.