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Wie klein darf ein EAN-13- oder Code-128-Barcode sein?

Aktualisiert am · 2 Min. Lesezeit · Labex Label

Ein kleinerer Barcode spart Platz auf dem Etikett. Doch wie weit lässt sich ein EAN-13 oder Code 128 verkleinern, ohne dass der Scanner streikt? Die wichtigsten Richtwerte.

Wie klein darf ein EAN-13- oder Code-128-Barcode sein?

Ein zu kleiner Barcode wird schlecht gelesen – und das kostet: hängende Kassen, falsch sortierte Pakete, Rücksendungen. Bevor man verkleinert, sollte man ein paar Richtwerte kennen.

EAN-13: Nenngröße mit Spielraum

Der EAN-13 auf Handelsware hat eine Nenngröße von 37,29 × 25,93 mm (inklusive Ziffern). Nach den GS1-Vorgaben darf er auf bis zu 80 % verkleinert und bis auf 200 % vergrößert werden. Bei 80 % misst er etwa 29,8 × 20,7 mm.

Oft vergessen: die Ruhezonen links und rechts. Sie gehören zum Code. Bei 100 % sind das rund 3,6 mm links und 2,3 mm rechts. Ein Barcode direkt am Etikettenrand oder an einer Textzeile wird nicht immer erkannt.

In der Praxis:

  • auf einem Etikett 50 × 25 mm passt ein EAN-13 bequem mit 80–90 %;
  • auf 40 × 25 mm muss man Richtung 80 % gehen und die Ruhezonen frei halten;
  • die Balken in der Höhe zu kürzen, ist für Kassenware nicht empfehlenswert.

Code 128: Die Breite hängt vom Inhalt ab

Der Code 128 hat keine feste Größe – je mehr Zeichen, desto länger. Lesbar bleibt er über die Breite des schmalsten Balkens. In der Logistik (Paket- und Palettenetiketten mit GS1-128) sind Balken und Höhe deutlich größer als auf einem Produkt, weil oft aus Entfernung gescannt wird.

Auch der Drucker spielt mit

Ein Thermodrucker druckt in Punkten: etwa 8 Punkte pro Millimeter bei 203 dpi, 12 bei 300 dpi. Die Balkenbreite sollte genau auf ganze Punkte fallen, sonst werden manche Balken breiter, andere schmaler. Gute Etikettensoftware rechnet das selbst um – trotzdem vor dem Druck einer ganzen Rolle mit dem Scanner testen. Wie man dabei Schritt für Schritt vorgeht, steht in unserem Beitrag Barcode-Etiketten selbst erstellen.

Kontrast nicht vergessen

Gerade bei kleinen Codes zählt der Kontrast doppelt. Schwarze Balken auf weißem Grund sind die sichere Wahl. Rot wird von vielen Scannern gar nicht gesehen, weil sie selbst mit rotem Licht arbeiten – rote Balken oder ein roter Hintergrund unter dem Code sind deshalb tabu. Auch ein verblasster Druck, etwa nach Monaten im Schaufenster, macht aus einem knapp bemessenen Code schnell einen unlesbaren.

Das passende Etikett

50 × 25 und 50 × 30 mm sind für einen EAN-13 mit Preis oder Artikelnummer am angenehmsten. Beide gibt es bei unseren Barcode-Etiketten als Thermorolle mit 40-mm-Kern.

Häufige Fragen

Darf ein EAN-13 kleiner als 80 % sein?

Technisch ja, aber unter 80 % wird das Lesen an der Kasse unzuverlässiger. Für Handelsware sollten Sie zwischen 80 und 200 % bleiben.

Wozu dienen die Ruhezonen?

Der Scanner braucht eine leere Fläche, um Anfang und Ende des Codes zu erkennen. Fehlt sie, scheitert der Scan, auch wenn die Balken perfekt sind.

Welches Etikett für einen EAN-13 mit Preis?

50 × 25 oder 50 × 30 mm bieten Platz für den Code, seine Ruhezonen und eine Textzeile.

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